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Transducer
Modell 2601
Analoger Lautsprecher-
und Mikrofonierungs-Simulator
Bedienung/Elemente
(von links nach rechts)

(Zur Vergrößerung
auf Grafik klicken)
Speaker Action
Mit diesem Regler simulieren Sie das Lautsprecherverhalten
bei unterschiedlichen Pegeln. In einer moderat angesteuerten
Gitarrenbox (Speaker Action 0% - 35%) geben die
Lautsprecher das Signal sauber wieder. Mit zunehmendem
Pegel übersteuert der Lautsprecher und produziert
zusätzliche Obertöne – auch bezeichnet
als „Pappenzerre“. Dieses spezielle
Lautsprecherverhalten simulieren Sie mit dem Speaker
Action-Regler.
Speaker Action ist wie auch Miking Level und Output
Gain ein Pegelsteller. Im Linksanschlag lässt
der Speaker Action-Regler nur noch wenig Pegel passieren,
was dem Verhalten eines Lautsprechers mit geringer
Ansteuerung entspricht. Bei einer geringen Speaker
Action kompensieren Sie daher den geringen Pegel
mit einem entsprechend hohen Miking Level –
im Prinzip also genau wie bei der Arbeit mit einer
Box.
Signal LED
Die Signal LED zeigt an, ob am Eingang des Transducers
ein Signal anliegt. Ab -20?dBu leuchtet die LED
auf.
Speaker Cabinet
Mit diesem Schalter wählen sie zwischen der
Charakteristik einer offenen (Open) und einer geschlossenen
(Closed) Gitarrenbox.
„Open“ klingt tatsächlich offener,
heller und direkter, das Signal ist transientenreicher.
Es verfügt aber über weniger Druck als
bei der „Closed“-Auswahl. Hierbei ist
der Sound druckvoller und macht entsprechend der
Kompression der Luft in einem geschlossenem Gehäuse
einen komprimierten Eindruck, klingt aber weniger
brillant und detailreich.
Speaker Voicing
Mit diesem Schalter wählen Sie zwischen dem
Klangcharakter und dem Ansprechverhalten eines Alnico-Lautsprechers
(Sparky) oder eines britischen Keramik-Lautsprechers
(Mellow). Die „Sparky“-Einstellung ergibt
einen spritzigeren, schnelleren Klang mit mehr Obertönen,
die Einstellung „Mellow“ hingegen klingt
wärmer und weicher.
Miking Level
Bei einer lauten Schallquelle verhält sich
das Mikrofon anders als bei einer leisen. Mit dem
Miking Level simulieren Sie den Schalldruck, der
auf das Mikrofon trifft. Die Erhöhung des Miking
Levels wirkt sich in einer stärkeren Kompression
und einem dichteren Klangbild aus. Es entsteht ein
zunehmender Lautheitseffekt. Ein geringerer Miking
Level bewirkt eine feinere und gleichzeitig ausgeprägtere
Höhendarstellung bei schlankerem Mittenbereich.
Microphone
Selection
Hier wählen Sie die Charakteristik eines Kondensatormikrofons
oder die eines dynamischen Mikrofons. Je nach Box
gibt die Auswahl des Mikrofontyps schon eine Richtung
in der Gesamtklanggestaltung des Gitarrenklangs
vor.
Ein Kondensatormikrofon klingt üblicherweise
offener und transparenter, aber weniger druckvoll
als ein dynamisches Mikrofon. Es vergibt wenig,
daher zeigt es beispielsweise eventuelle Schwächen
in der Lautsprechermikrofonie schonungslos auf.
Ein dynamisches Mikrofon hat mehr Druck, klingt
aber dumpfer als ein Kondensatormikrofon. Es vergibt
mehr und verträgt höhere Pegel.
Microphone
Distance
Bei naher (Close) und leicht distanzierter Mikrofonierung
(Ambient) ergeben sich Klangunterschiede. Mit dem
Microphone Distance-Schalter simulieren Sie diese
distanzabhängigen Klangunterschiede.
Die Close-Einstellung klingt sehr direkt und kommt
im Mix weit nach vorn. Eckig und kantig, detailreich
und mit klaren Obertönen ist der Klang gut
geeignet für Soli. Die Ambient-Einstellung
dagegen ist ideal geeignet für die „Wall-of-Sound“
– sie klingt indirekter, weicher und hat mehr
Schub.
Output Gain
Mit diesem Regler stellen Sie den Ausgangspegel
für Line Output 1 und 2 ein. Die Verstärkung
ist von +6?dBu (0-%-Stellung) bis +50?dBu (100-%-Stellung)
regelbar. Bitte beachten Sie auch die Hinweise unter
„Pegelung des Transducers“ auf Seite
20.
Overload
LED
Diese LED bezieht sich nur auf die Ausgänge
Line Output 1 und Line Output 2. Leuchtet die LED
der Übersteuerungsanzeige auf, liegt zu viel
Pegel am Eingang des internen Mikrofonvorverstärkers
an. In diesem Fall reduzieren Sie den Ausgangspegel
mit dem Output Gain-Regler, bis die LED erlischt.
Die OVL LED beginnt ca. 3?dB vor Übersteuerung
zu leuchten.
Pegelung
des Transducers
Betrachten Sie die Pegelung des Transducers nie
isoliert. Berücksichtigen Sie vielmehr wie
bei der herkömmlichen Arbeit mit einem Verstärker/Box-Set
immer die Interaktion mit der Pegelung des Gitarrenverstärkers.
Hier insbesondere den Vorverstärker- und Master
Gain. Nur so entsteht der Klang einschließlich
aller Verzerrungsanteile, der sich aus Vor- und
Endstufenverzerrung zusammensetzt. Die Endstufenverzerrung
einzubeziehen ist klanglich entscheidend, daher
ist das Konzept des Transducers darauf ausgelegt,
wie eine Box verstärkte Signale mit bis zu
200?Watt an 8?Ohm verarbeiten zu können.